Füchse erobern die Stadt

Seit ein, zwei Jahren passiert es nachts in Teheran: Wenn die Straßen etwas leerer sind, huscht plötzlich ein kleines Etwas um die Ecke. Ein Fuchs! Ja, wirklich. Die Füchse sind in dieser Zeit nicht nur mehr geworden – sie haben auch ihre Scheu vor uns Menschen abgelegt und sich direkt in die Stadt gewagt.

Heute bin ich auf einen Artikel gestoßen, der erklärt, warum das so ist: Die Stadt wächst unaufhaltsam, ihr natürlicher Lebensraum schwindet. Wassermangel und Dürre treiben die Tiere umher, auf der Suche nach etwas zu trinken. Und der viele Müll, den wir produzieren? Der liefert ihnen immer eine verlässliche Mahlzeit.

Diese neuen Stadtbewohner sorgen aber auch für Probleme. Viele Menschen haben Angst vor ihnen. Ich selbst habe schon mehrfach beobachtet, wie sie mit den Stadtkatzen aneinandergeraten. Und weil ihr Fell grau und dunkel ist, halten nicht wenige sie für große, fremdartige Katzen – und gehen dann viel zu nah heran.

Ein faszinierendes, manchmal auch beunruhigendes Zeichen dafür, wie die Grenze zwischen Stadt und Wildnis immer mehr verschwimmt.